Erst Frau – dann Mutter

geburt-schwangerSpätestens dann, wenn man ein kleines schwarz-weiß Bild mit einem undeutlichen, kleinen Punkt in den Händen hält, ist es vorbei mit dem geordneten Leben, den klaren Gedanken. Zu glauben, eine Schwangerschaft beeinflusse den weiblichen Organismus und vor allem die Psyche nicht, ist ein glatter Fehlschluss. In wenigen Monaten schafft Mutter Natur durch ein Komplexes Zusammenspiel von Hormonen, dass aus der Frau eine Mutter wird – mit all den ersehnten Höhen und den verhassten Tiefpunkten. Spätestens beim Anblick des Ultraschallbildes wird klar, dass etwas Einschneidendes geschehen wird. Viele Frauen spüren jedoch schon vor dem ersten Besuch beim Frauenarzt, dass sie schwanger sind. Das kann ein starkes Bauchgefühl sein oder vielleicht sogar schon erste frühschwangerschaftliche Anzeichen des Körpers wie beispielsweise Übelkeit oder Abneigung gegen bestimmte Gerüche. Mit wachsendem Bauchumfang beginnt automatisch der Wunsch, sich umfassend auf das Baby vorzubereiten – insbesondere dann, wenn es die erste Schwangerschaft ist. Literatur, Babykataloge, Kurse und Gespräche mit anderen Müttern sind plötzlich ein großer Bestandteil des Alltags. Der Fokus verschiebt sich immer mehr auf die bevorstehende Geburt und lässt vieles in einem anderen Licht erscheinen. Gedanken und Gefühle, die früher nie eine Rolle gespielt haben werden plötzlich heftig wahrgenommen und beeinflussen die eigene Stimmung ebenso wie das Zusammenleben mit dem Partner. Die Intensität des Geburtsereignisses lässt sich nicht vorausbestimmen, was vielen Frauen große Sorge bereitet. Ängste nehmen zu, die Anspannung steigt, je näher der Geburtstermin rückt (zum Geburtsterminrechner geht es hier entlang). Eine gute Absprache mit der betreuenden Hebamme ist hier von immenser Wichtigkeit um die werdende Mutter richtig zu begleiten, sie zu unterstützen und ihr maximales Wohlbefinden zu ermöglichen. Denn schließlich steht eine große Aufgabe bevor, an die viele Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen geknüpft sind. Schwangere bilden oft eine gewisse Vorstellung vom Geburtsablauf und sind später sehr enttäuscht, wenn sich das Geschehen doch anders entwickelt – sie beispielsweise nicht so gut mit den Wehen klarkommen oder ein Notkaiserschnitt gemacht werden muss. In jedem Fall stellt die Geburt eines Kindes eine große psychische und vor allem physische Herausforderung an die Frau dar. Die Gefühle fahren Achterbahn und erst, wenn der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt hat, kehrt für einen ersten Augenblick Ruhe und Glück in die mütterliche Psyche ein. In den folgenden Tagen nach der Geburt rückt der Fokus komplett weg von all dem, was davor wichtig gewesen ist. Nun ist alles auf die Versorgung und das Kennenlernen des Babys gerichtet. Die Mutter wird oft überwältigt vom Geschehenen und hat starke Stimmungsschwankungen die vom kurz anhaltenden Baby Blues bis zur schlimmen Wochenbett-Depression reichen können. Was aussenherum geschieht, wird weniger wichtig. Die volle Konzentration der Mutter liegt jetzt bei ihrem Kind, der Weg von der Frau zur Mutter ist vollzogen. In den kommenden Tagen, Wochen und Monaten wird sich das durch die immer stärker werdende Bindung zwischen Mutter und Kind noch intensivieren. Gerade beim ersten Kind sind Baby und Mutter eine sehr starke Einheit, was für den Partner oft wenig Raum lässt. Beziehungen werden im ersten Jahr nach der Geburt auf eine harte Probe gestellt, da zu der ehemaligen Rolle des Partners noch die neue Rolle des Elternseins hinzukommt. Fehlender Schlaf, mangelndes Wissen, Ängste und Sorgen sowie die Konzentration auf das Baby machen viele Beziehungen zur Zerreißprobe. Die Mütter fühlen sich unattraktiv, sind sexuell lustlos, gedanklich und emotional sehr nah bei ihrem Kind. Verständnis und Geduld vom Partner ist hierbei sehr wichtig, um die frischgebackene Mutter nicht noch zusätzlich zu verunsichern. Plötzlich ist aus der Frau, die selbständig und aktiv war vielleicht eine unsichere, müde Mutter geworden. Eine Mutter, die sich über jedes Lächeln ihres Babys freut, die sich über jedes Schreien des Babys sorgt – die Frau ist zur Mutter geworden. Herzlichen Glückwunsch!

Grüner Tee – ein Wundermittel

Grüner Tee – eine traditionelle Heilpflanze

gruener-tee.Ein anregendes Heißgetränk ist Grüner Tee allemal. Grüner Tee wurde bereits vor rund 4.700 Jahren. Bei gesundheitsbewussten Menschen wird Grüner Tee immer populärer. Dank seiner zahlreichen heilsamen Wirkstoffe wirkt grüner Tee vorbeugend und heilend gegen eine Vielzahl von Krankheiten. Dass Grüner Tee gut schmeckt, anregend wirkt und dabei bekömmlicher ist als der fermentierte schwarze Tee, ist allgemein bekannt. Viele Wirkungen waren schon damals offensichtlich und die lange Erfahrung zeigte immer mehr positive Effekte. Grüntee gilt als eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt. Die für die gesundheitlichen Effekte verantwortlichen Substanzen des Tees sind heute teilweise erforscht. Am bedeutendsten sind die Catechine. Auch westliche Wissenschaftler empfehlen Grüntee heute als Lebensmittel zur Prävention schlimmer Krankheiten. Nachgesagt werden ihm Wirkungen gegen Mängel bestimmter Vitamine, gegen Arteriosklerose, Hypertonie, Erkältungen (mehr auf Hausmittel-Hilfe.com), Blutungen im Magen und Darm und er soll gegen Alterserscheinungen vorbeugen. Grüntee erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die ihm zugeschriebenen Eigenschaften als Cholesterinsenker, Radikalfänger und Krebsbekämpfer stehen wohl im Vordergrund dieses Aufschwungs.
Der Deutsche Teeverband verbucht seit Jahren zweistellige Steigerungen beim Verkauf von Grüntee, wobei das Jahr 1998 mit mehr als 150% Zuwachs besonders heraussticht, – im Vergleich zu einem bescheidenen Zuwachs von acht Prozent beim Schwarztee.

“Medizin war der Tee zuerst. Getränk wurde er danach.”
/Kakuzo Okakura, japanischer Kulturphilosoph, 1862- 1913/

Was macht die Wirksamkeit des Grünen Tees aus?

Dem grünen Tee werden wahrhaft viele medizinische Wirkungen zugesprochen. Allein in einer wissenschaftlichen Arbeit aus Japan wurde beschrieben, dass der grüne Tee 21 Gebrechen heilen kann und gegen 61 Krankheiten vorbeugende Wirkung erzielt. Sicherlich aufgrund seiner Herkunft wird der Tee vorwiegend in China und Japan erforscht. Doch auch hierzulande beschäftigten sich die Forscher mit dem rätselhaften Getränk. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg kamen zu dem Schluss, dass die im Tee enthaltenen Polyphenolen und die Flavonoiden ein breites Wirkungsspektrum besäßen. Forscher des Instituts für Pharmazeutische Biologie schlossen sich dem an. Die Wirkstoffe des grünen Tees sollen das Herzinfarkt- und auch das Arterioskleroserisiko enorm senken. Man sagt auch, dass die Inhaltsstoffe als Krebsprophylaxe dienen können.

Wenn er frisch geerntet ist, enthält er viermal mehr Vitamin C als die Citrusfrüchte und das bleibt mit nur geringen Einbußen auch so, wenn er für den Gebrauch getrocknet wird. Ferner findet man in ihm die Vitamine A, B2, D, K, P, Calcium, Kalium, Phosphorsäure, Magnesium, Kupfer, Zink, Nickel, Carotine und Fluorid. letzteres in höherer Konzentration als in jeder anderen Pflanze. Andere Inhaltsstoffe haben antibakterielle Wirkung, unterdrücken die körpereigene Produktion von Superoxyd oder binden andere schädliche Stoffwechselprodukte und beschleunigen deren Abtransport über die natürlichen Ausscheidungen. Spurenelemente wie Zink und Kalzium sind für uns in Zeiten besonderer Anforderungen wichtig, für Frauen besonders in der Schwangerschaft. Der schonende Zubereitungsprozeß, der nur aus Reinigen und langsamem Trocknen besteht, erhält alle Inhaltsstoffe und schädigt oder verringert sie nicht wie z.B. die Fermentierung, die im schwarzen Tee eigentlich nur die anregenden Stoffe. Für Mikronährstoffe ist Tee eine gute Quelle. Matcha ist für alle gesunden Inhaltsstoffe des Teeblattes eine überragende Quelle, denn die wertbestimmenden Substanzen werden nicht mit den Teeblättern weggeworfen, sondern in feinst vermahlener Form mitgetrunken.

Grüner Tee gegen Herzinfarkt

Grüner Tee hilft gegen Herzinfarkt und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Herz und Blut: Grüner Tee stimuliert die Herztätigkeit ebenso wie die Kreislauftätigkeit des Menschen. Außerdem soll er die Aufnahme von Cholesterol vermindern. Dieses wiederum hat zur Folge, dass das Risiko einer Gefäßverengung verringert wird und dementsprechend das Risiko eines Infarktes herabgesetzt wird. Auch beim Blutdruck macht sich der Genuss positiv bemerkbar. Er wird durch die Inhaltsstoffe des grünen Tees gesenkt. Sogar das Thromboserisiko wird enorm herabgesetzt, weil der Tee die Blutviskosität erhöht. In einer sehr groß angelegten Studie (40530 Teilnehmer Alter: 40-79 Jahre) konnte erstmals in Japan gezeigt werden, dass Grünteetrinker im Durchschnitt 12% länger lebten, als Nicht-Grünteetrinker. Bei Frauen war der Unterschied noch signifikanter: 23%. Hier handelte es sich insbesondere um Herzkreislauferkrankungen. Die Probanden tranken im Schnitt 5 Tassen Grünen Tee.

Welche Wirkungen sind besonders hervorzuheben

Der wichtigste Stoff in eigentlich jedem Tee ist Coffein. Er wirkt sehr anregend für das vegetative und zentralnervöse System und kann somit die körperliche als auch die geistige Leistungsfähigkeit positiv beeinflussen. Das Trinken von grünem Tee kann niemals die Therapie des Arztes bei einer akuten Erkrankung ersetzen. Seine Stärke liegt in der Unterstützung der Heilungsprozesse, in der Hilfe beim Verbessern des Allgemeinbefindens und insbesondere in der Vorbeugung. Grüner Tee hilft vor allem dann, wenn unser Körper durch unser eigenes Fehlverhalten wie falsche Ernährung, Bewegungsarmut und die sonstigen Nebenwirkungen unserer Zivilisation schon geschädigt ist, ohne dass eine akute Krankheit bereits ausgebrochen ist. Er kann seine Kräfte besonders gut entfalten, wenn er regelmäßig und in nicht zu geringen Mengen getrunken wird. Nachteilige Reaktionen sind nicht bekannt. Taiwanesische Wissenschaftler haben u. a. herausgefunden, dass sich der hohe Fluoridgehalt des Grünen Tees positiv auf die Knochendichte auswirkt und damit Osteoporose vorbeugt; zahlreiche Einzelstudien kommen zu dem Ergebnis, dass Grüner Tee vor Krebs schützen kann. Eine aktuelle Erlanger Übersichtsstudie konnte diese Wirkungen beim Vergleich der zahlreichen weltweiten Publikationen allerdings nicht oder nur eingeschränkt bestätigen; manche Studien widersprechen sich sogar. Die mögliche Wirkung scheint nicht nur von der Krebsart, sondern auch vom Konsumverhalten, Alter und Geschlecht und anderen individuellen Faktoren abzuhängen. Ein positiver Einfluss scheint bei Krebs der Leber, Bauchspeicheldrüse, Lunge und Prostata zu bestehen; bei Frauen mit entsprechender erblicher Vorbelastung mindert er vermutlich das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Regelmäßiger Teegenuß in der Ernährung ist gesund und regt die Blutzirkulation an, schärft die geistige Wachheit, erweitert das Bewußtsein, unterstützt die Widerstandskräfte des Körpers, beschleunigt den Stoffwechsel und die Aufnahme von Sauerstoff durch die Organe. Die Quellen sprechen auch davon, daß Grüner Tee den Urin reinigt. Er unterstützt zudem die Leber beim Abbau von Giftstoffen, die sich dort vor allem bei Konsum von alkoholischen Getränken und fettreicher Nahrung ansammeln.
Auch er enthält wertvolle Spurenelemente wie etwa einen hohen Anteil an Fluor und Mangan. Dadurch stärkt grüner Tee den Knochenaufbau, was vor allem bei heranwachsenden Kindern hilfreich ist. Gleichzeitig beugt er dadurch gegen Osteoporose vor. Zusätzlich verhindert er die Entstehung von Zahnlöchern, in denen sich Karies bilden kann. Spezielle Gerbstoffe verhindern zudem die Entwicklung von Zahnbelag. Grüner Tee wirkt beruhigend auf Margen und Darm. Durch seine alkalische Wirkung neutralisiert er überschüssen Magensäure und wirkt somit gegen Sodbrennen und Magenverstimmungen. Durch seinen hohen Anteil an Gerbstoffen, entzieht er dem Darm Wasser und schützt ihn vor Befall durch Bakterien.

Die gesundheitlichen Wirkungen Grünem Tee

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen die gesundheitlich fördernde Wirkung von grünem Tee. Die gesundheitlichen Wirkungen von Tee sind schon lange bekannt. Die Gerbstoffe beruhigen Magen und Darm, dank seines antibakteriellen Effekts verhindert grüner Tee Karies, außerdem reguliert er den Blutdruck. Neben den Vitaminen A, B, B 12, C und Mineralien wie Kalium, Kalzium, Fluorid enthält grüner Tee rund 130 wichtige Inhaltsstoffe, darunter die so wichtigen Flavonoide.
Diese sind für die Farbgebung von Pflanzen verantwortlich und schützen die Pflanze vor schädlichen Umwelteinflüssen. Sie beeinflussen eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper positiv, u. a. die Krebsentstehung, Immunmechanismen und Entzündungsprozesse. Sie wirken antimikrobiell und blutgerinnungshemmend. Flavonoide sind Antioxidantien, d. h. sie können reaktive Sauerstoffverbindungen im Körper abfangen. Diese sind mitverantwortlich für die Entstehung von Krebs. Flavonoide sollen außerdem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken sowie das Immunsystem stärken.

Grüner Tee ist schlecht für die Zähne

Außer einem kosmetischen Problem der Verdunklung der Zähne, hat das Trinken vom grünen Tee nur Vorteile für die Zähne. Der relativ hohe Fluoridgehalt (0,5-2,2 mg/l) härtet den Zahnschmelz und schützt somit vor Karies. Aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe wird die Amylase (Enzym im Speichelraum) gehemmt, was die Zerlegungsprozess der Glukose verlangsamt und somit eine Kariesprohylaxe ist.

Grüner Tee und Arteriosklerose

Über einen noch nicht restlos geklärten Mechanismus führt der regelmäßige Genuß von grünem Tee dazu, dass Cholesterol sich chemisch verändert und nachweislich in höherem Maße als normal ausgeschieden wird. Dadurch wird der Anbau in den Blutgefäßen verhindert und der Arterienverkalkung vorgebeugt. Außerdem halten die Vitamine B2, K und P die Wände der Blutgfäße, insbesondere der Kapillaren, geschmeidig, so dass die Gefahr vor Durchblutungsstörungen, Schlaganfällen und Infarkt zurückgeht.

Grüner Tee und der Blutdruck

Zusammen mit dem positiven Einfluß auf die Gefäßwände beeinflußt grüner Tee Stoffe im Blut, die Bluthochdruck verursachen. Regelmäßiger Genuß wirkt regulierend auf den Blutdruck. Schon früher haben Beobachtungen ergeben, dass man den Einfluß dadurch steuern kann, wie lange man den Tee ziehen läßt. Normaler oder niedriger Blutdruck verlangt nach Ziehzeiten von unter oder um eine Minute, während zu hoher Blutdruck am günstigsten reagiert, wenn man den Tee fünf Minuten ziehen läßt, obwohl dann der Geschmack etwas leidet und die anregende Komponente verringert wird.

Grüntee-Inhaltsstoffe

Tee variiert in seinen Inhaltsstoffen je nach Teegarten und Pflückung. Boden und Düngung, Höhenlage, Sonneneinstrahlung und Wärme sowie Jahreszeit und das Alter der Blätter haben starken Einfluss auf die Blattzusammensetzung. Auch gibt es Teekultivare mit besonderen Substanzen. Gewichtige Unterschiede des Gesundheitswertes und des Geschmacks entstehen durch die Verarbeitung der Teeblätter. Wegen der Problematik von Rückständen aus Pestiziden und Düngemitteln ist es sinnvoll, nur Grüntee aus kontrolliert biologischem Anbau zu verwenden.

Grüntee & Vorbeugung gegen Krebs

Die Mutation von Zellen kann Krebs verursachen. Das im Grüntee enthaltene Catechin kann die Bildung von mutierenden Zellen hemmen. Chinesische und auch japanische Wissenschaftler fanden vor einiger Zeit heraus, dass der grüne Tee vorbeugend gegen Krebs wirken könne. Mittel gegen Krebs oder zumindest zur Vorbeugung vor den häufigsten Krebsarten wie Leukämie, Haut-, Lungen-, Speiseröhren- Magen- und Darmkrebs, Brust- und Prostatakarzinom werden überall auf der Welt gebraucht und gesucht. Statistiken sprechen allerdings eine deutliche Sprache. Was das Risiko an Krebs zu erkranken angeht, sieht es für Europäer und US-Amerikaner, genauso wie für Australier, sehr schlecht aus. Japaner erkranken viel seltener an Dickdarm- Lungen, Gebärmutter-, Brust- und Prostatakrebs. Viele Lebensmittel, die in Asien täglich konsumiert werden, gehören zu den bekanntermaßen krebspräventiven Nahrungsmitteln, so beispielsweise Soja, Kurkuma, Kohlgemüse und Knoblauch. Auch Grüntee ist eines davon. Die Mechanismen seiner bestätigten Wirksamkeit wurden und werden in ungezählten wissenschaftlichen Studien untersucht. Sicher scheint demnach vor allem eines zu sein – die Effekte des Grüntees sind vielfältig. Grüntee-Wirkstoffe greifen in unterschiedliche Prozesse ein und sind deswegen präventiv, also zur Vorbeugung, wichtig. EGCG scheint darüber hinaus aktiv das Wachstum von Tumoren zu bremsen. Zum beispiel am 8. März 2002 hatten die Wissenschaftler des Dr. Rath Forschungsinstituts die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu Polyphenolen des grünen Tees (insbesondere EGCG) ganzseitig in der USA TODAY der größten Zeitung der Welt veröffentlicht. Eine Kernaussage war, dass Extrakte des grünen Tees zusammen mit anderen Mikronährstoffen in der Lage sind, sogar die Ausbreitung von Krebszellen zu hemmen.
( Von Dr. med. Matthias Rath) – Offenbar bedurfte es des Selbstversuches eines Heidelberger Universitäts-Professors, der sich selbst mit grünem Tee heilte, um die Bedeutung der darin enthaltenen hochwirksamen Naturstoffe im Kampf gegen Krebs und anderen Krankheiten zum Durchbruch zu verhelfen. Dass grüner Tee gesund ist, darüber sind sich die Experten mittlerweile einig. Aber es gibt kaum Studien, die die heilsame Wirkung wissenschaftlich bestätigen. Das soll sich jetzt ändern: Wissenschaftler der Universitäten Ulm und Halle prüfen jetzt anhand einer Langzeitstudie, ob das beliebte Getränk tatsächlich Darmkrebs vorbeugen kann. Nun ist zum Thema der gezielten Vorbeugung des Immunsystems gegen die Geißel „Krebs” ein Buch erschienen, in dem in einem 10-seitigen Artikel auf populärwissenschaftliche Art und Weise das Thema „Krebs und der Grüne Tee” in einer einzigartigen inhaltlichen Tiefe und Seriosität angesprochen wird. www.koesel.de

Grüntee antimikrobiell gegen Infektionen

Grüntee sind altbewährte Hausmittel bei Magen-Darminfekten und Erkältungskrankheiten sowie Grippe. Eine Erklärung für die Tatsache, dass Tee bei Menschen keine Giftigkeit entfaltet, obwohl er potente Wirkstoffe beispielsweise auch gegen Krebs enthält, ist die sehr lange Zeit der gemeinsamen Evolution von Menschen und Tee. Äußerlich wird Tee zur Behandlung infektiöser Wunden angewendet, denn die Polyphenole sind keimtötend gegen pathogene Viren, Bakterien und Pilze.

Grüntee gegen Heuschnupfen

Benifuuki von KEIKODie alte japanische Teepflanze “Benifuuki” hat einen sehr eigenen Geschmack, geprägt von ätherischen Ölen. Daneben bildet dieser krankheitsresistente Teekultivar besonders viele der seltenen Catechine (EGCG) in den Blättern. Im Fokus der Allergologen steht das EGCG3″Me (Epigallocatechin-3-O-methyl-Gallat). Es ist in modernen Teekultivaren kaum enthalten und fehlt in Schwarztee völlig. Für Pollenallergiker mit den typischen Symptomen bei Heuschnupfen von Juckreiz bis Schwellung und Entzündung der Augen und Nase könnte Benifuuki-Tee Erleichterung in der Heuschnupfenzeit bringen. Bei der in Japan weit verbreiteten Pollenallergie gegen Kiefern können die allergischen Syptome durch Tee aus Benifuuki nachweislich gelindert werden.

Stimulation und Regeneration

Grüntee KaubonbonTee hat – anders als Kaffee – eine langsamer einsetzende aber länger anhaltende anregende Wirkung durch das Koffein. Die Koffeinmenge in Grünteee ist abhängig von der Teesorte und schwankt zwischen sehr wenig und 5 %. Koffein ist psychoaktiv und bei normaler Dosierung ein Stimulanz des Zentralnervensystems. Grüntee hebt Ermüdungserscheinungen auf und macht über Stunden wach und klar im Kopf. Koffein verkürzt die Reaktionszeit. Es fördert die geistige Leistungsfähigkeit, die Konzentrationsfähigkeit und die Wahrnehmung. Koffein macht aber auch warm, was die wohltuende Wirkung nach Erschöpfung erklärt. Erst bei höheren Dosierungen von Koffein steigt der Blutdruck. Bei übermäßiger Dosierung kann Schwindel eintreten.
Koffein regt die Atmung und die Herztätigkeit an. Auch der Stoffwechsel wird angeregt und die Blutgefäße erweitern sich. Koffein bewirkt einen Fettabbau aus dem Fettgewebe des Körpers. Die frei werdenden Fettsäuren stehen bei trainierten Menschen für körperliche Ausdauerleistung zur Verfügung. Die wärmende Wirkung des Koffeins ist nach Verausgabung und gegen das einsetzende Frieren vielen Sportlern eine Hilfe zur Regeneration. Grüntee-Bonbons und Grüntee-Fruchtschnitten (Bild rechts) sind ideale und schnelle Energielieferanten für unterwegs. Koffein ist in hoher Dosierung ein Dopingmittel, das bei Missbrauch allerdings auch zu Abhängigkeit und bei Entzug zu Kopfschmerz führen kann. Hohe Dosierungen von Koffein oder das Trinken von zu viel Grüntee auf einmal führen zu Zittern und Blutandrang im Kopf.

Hilfe beim Abnehmen

Durch die Anregung des Atemzentrums und den gesteigerten Grundumsatz sowie die wärmende Wirkung nach dem Genuss von Tee, werden mehr Kalorien verbrannt, was allein schon eine Hilfe beim Abnehmen sein kann. Besonders in Kombination mit körperlicher Aktivität, während der die freigesetzten Fettsäuren verbraucht werden, können gesunde und trainierte Menschen abnehmen. Darüber hinaus ist guter Grüntee ein Lieferant von lebensnotwendigen Mineralstoffen und Vitaminen, die bei Fastenkuren leicht in Mangel geraten. Auch die stimulierende und psychoaktive Wirkung ist ein positiver Effekt bei Reduktionsdiäten.

Grüner Tee und das Alter

Neben den günstigen Einflüssen auf den Kreislauf und bei Arteriosklerose, die besonders bei älteren Menschen wichtig sind, tritt ein weiterer Effekt auf, der die Erzeugung von körpereigenem Superoxyd betrifft. Superoxyd beschleunigt den Alterungsprozeß der Körperzellen. Vitamin E ist in der Schulmedizin ein Mittel, das zu Reduzierung der Superoxyd erfolgreich eingesetzt wird. Grüner Tee wirkt 20 mal so effektiv wie Vitamin E, wie vergleichende Forschungen nachgewiesen haben. Verantwortlich hierfür ist die im grünen Tee vorhandene Form des Tannins.

Risiken und Nebenwirkungen

Grüner Tee ist ein reines Naturprodukt. Anders als bei Kaffee oder schwarzem Tee werden die Blätter des grünen Tees nicht weiterverarbeitet. Dadurch behält er seinen ursprünglichen Gehalt an Nähr- und Wirkstoffen bei. Beim Genuss von grünem Tee sind keinerlei Risiken oder Nebenwirkungen bekannt. Einzig bedenklich ist die zum Teil relativ hohe Belastung an Pestiziden, die vor allem bei grünem Tee aus China festgestellt wurde. Nach Expertenmeinung ist ca. 40% des im Handel befindlichen grünen Tees pestizidbelastet. Analysen zegen jedoch das ca. 95% der Pestizidrückstände beim Aufsetzen des Tees in den Blättern verbleiben, da Pestizide nicht wasserlöslich sind. Zudem nimmt auch der Marktanteil an biologisch angebautem grünen Tee beständig zu.

Grüner Tee und Zubereitung

Grüner Tee sollte stets frisch sein und möglichst in einer verschlossenen luftdichten Packung gekauft werden. Der Sauerstoff der Luft lässt den Tee schneller altern und er verliert an Aroma. Am besten lagert man ihn in Glasgehältern und nie neben Kaffee oder Gewürzen.
Grüner Tee wird am besten in einer Porzellan- oder Glaskanne zubereitet, die vorher kurz mit kaltem Wasser ausgespült wird. Der Tee sollten nicht mit kochendem Wasser überbrüht werden, da sich sonst Gerbstoffe lösen und Vitamine zerstört werden. Ideal sind ca. 70-80 °C Wassertemperatur, sehr hochwertige japanische Grüntees werden zum Teil auch nur mit einer Wassertemperatur von 60 °C aufgegossen. Am besten bringen Sie Wasser zum Kochen und warten einige Minuten bis dieses abgekühlt ist. Geben Sie dann den Tee hinzu und lassen ihn 1-2 Minuten, milde hochwertige Sorten auch bi zu 4 Minuten ziehen. Manche bevorzugen den 2. Aufguss, der weniger Koffein enthält und milder schmeckt – nehmen Sie die gleichen, abgetropften Blätter und reduzieren Sie dafür die Wassermenge um etwa 1/3.